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Schleifmittel von Kreuzer – Am Ende gibt’s ‘ne schöne Oberfläche

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Schleifmittel von Kreuzer – Am Ende gibt’s ‘ne schöne Oberfläche

Wenn Sie jemanden zum Fachsimpeln übers Schleifen suchen, dann sprechen Sie am Besten mit Elke Forster. Die Geschäftsführerin der gemeinsam mit ihrem Mann, Richard Kreuzer, geführten Kreuzer GmbH liebt schöne Oberflächen und – Schleifmittel. Sie müssen Sie dabei nur eines fragen: “Schleifen Sie selbst?” Danach heißt es nur noch gut zuzuhören und zu lernen.

Ein Hauptthema im Hause Kreuzer ist der Schleifprozess

Schleifmittel sind das Hauptthema der Kreuzer GmbH aus Ingolstadt. Daneben hat man noch Hilfsmittel im Programm, die den Schleifprozess erleichtern. Heute wollen wir uns übers Schleifen unterhalten. Ein Prozess, den niemand so richtig gerne mag. Der aber notwendig ist für das, was am Ende rauskommt – nämlich schöne Oberflächen mit edler Wirkung.

Frau Forster trifft man auf Fachmessen an. Dort spricht sie mit Passion über das Schleifen und den Schleifprozess. Forster gilt als absoluter Schleifprofi in einer Männer dominierten Arbeitswelt.

Da das Schleifen als Prozess auch viel Dreck und Lärm verursacht, installiert die Kreuzer GmbH bei ihren Kunden auch schon mal hochwertige Absauganlagen. Denn alles, was den Schleifprozess erleichtert, darin kennt sich Kreuzer aus.

Der Schleifen ist ein wichtiger Prozess. Es soll in jedem Unternehmen als wichtig erachtet werden.

GF Elke Forster

Herausforderung Laserschweißnaht

Gerade in der Automobilindustrie ist das Schleifen allgegenwärtig – Beispiel Dachnaht. Zwei Laserschweißnähte laufen parallel der Länge nach am Dach der Karosserie nach hinten. Dieser Bereich muss “verputzt” werden, erklären uns Elke Forster und Richard Kreuzer, im Interview.

Ein solcher Schleifprozess wurde unlängst von ihrem Unternehmen optimiert. Aufgabe dabei war es, entsprechende Schleifmittel vorzustellen, mit denen diese Dachnähte bearbeitet werden können. So testete man 4 oder 5 Schleifmittel gleich vor Ort beim Kunden im Werk. Damit konnte man die passenden Schleifmittel für diesen Schleifprozess direkt abstimmen. Ziel war es, das Optimum für diesen Prozess herauszuholen und damit das Endprodukt wesentlich aufzuwerten.


Definition Schleifmittel – auch Abrasive oder Abrasivstoffe genannt, die zum Schleifen, also zum Materialabtrag von Werkstücken verschiedenster Materialien verwendet werden.

Schleiffehler erst am fertigen Bauteil sichtbar

Elke Forster erzählt uns aus der Praxis. Vielfach ist es so, dass Schleiffehler erst am Ende des Produktionsprozesses sichtbar und erkannt werden. Am Beispiel einer Karosserie wird das teuer. Schleiffehler sieht man erst nach vollständiger Lackierung oder Beschichtung. Dann werden die Fehler behafteten Bauteile aus dem Produktionsprozess ausgeschleust. Das heißt, das Teil kommt auf einen Nachbearbeitungsplatz und wird dort aufwändig nachbearbeitet. Danach wird es wieder eingeschleust. Dieser gesamte Ablauf gestaltet sich in der Regel als äußerst kostenintensiv.

Also ist es besonders wichtig, Schleiffehler schon während der Produktion zu vermeiden, sagt Forster.

Lackschliff Karosserie

Gerade die Automobilindustrie stellt höchste Anforderungen an den Lackschliff. Foto: Kreuzer GmbH.

Auf den Prozess kommt es an

Viele Faktoren müssen beachtet werden, damit man eine schöne Oberfläche erhält. Die Analyse des Schleifprozesses ist die wichtigste Voraussetzung zur Definition der optimalen Schleifwerkzeuge. Dabei ist jeder Schleifprozess individuell zu betrachten. Damit ist eine so genannte “Schubladenlösung” nicht möglich, weil jeder Schleifprozess zum Werkstück passend abgestimmt werden muss. Beispiel: Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl.

Man muss die vorgelagerte und nachgelagerte Prozesskette genau anschauen.

GF Elke Forster und GF Richard Kreuzer

Damit ist dem zeitlich richtigen Einsatz des passenden Schleifmittels innerhalb des gesamten Prozesses oberste Priorität einzuräumen. Die Kernfrage, die sich dabei stellt, ist:

Brauch ich diesen Zustand im weiterführenden Prozess überhaupt, oder muss ich mehr bearbeiten.

GF Elke Forster und GF Richard Kreuzer

Schleifmittel müssen zum Schleifprozess passen

Diese Abstimmung des Schleifprozesses nimmt Kreuzer direkt vor Ort beim Kunden vor. Als Beispiel führt man die Dunstabzugshaube an. Der Kunde kauft eine elegante Edelstahloberfläche. Und wie die am Ende des Produktionsprozesses aussieht, ist abhängig vom Einsatz der Schleifmittel innerhalb des Schleifprozesses selbst.

Schleifprozess mit Schleifmittel für Rundschleifen automatisierter Prozess

Manche Schleifprozesse laufen automatisiert ab. Auch dafür stimmt die Kreuzer GmbH die passenden Schleifmittel für den Prozess ab. Foto: Kreuzer GmbH

Zweites Beispiel: Stuhlgestelle. Diese Gestelle werden verchromt. Um eine verchromungsfähige Oberfläche zu erzeugen, ist die Auswahl der Körnungsfolgen von entscheidender Bedeutung.

Anhand dieser Beispiele zeigt sich die Vielfalt der Schleifaufgaben, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Das erfordert höchste Fachkenntnis und Expertise.

Von der Idee zur fertigen Oberfläche

Die Firma Kreuzer arbeitet im Idealfall schon beim Produktdesign mit. So lässt sich der Schleifprozess für das Endprodukt und der Einsatz der passenden Schleifmittel am effizientesten gestalten.

Kreuzer-Kunden wissen das und bringen den Willen, etwas an ihren Produktionsprozessen zu verbessern, mit ein.

Elke Forster und Richard Kreuzer berichten von einem Praxisfall, in dem der Kunde bis zu 20 verschiedene Schleifmittel verwendet hatte. Mit genauer Abstimmung durch die Kreuzer GmbH ließen sich der Prozess auf 3 bis 4 Schleifmittel reduzieren. Dabei zeigte man auch dem Kunden und seinen Mitarbeitern, mit welchen Körnungen der Schleifprozess beginnt und wie dieser bis zum Endprodukt optimiert wird.

Schleifmittel und Schleifprozess – eine Partnerschaft

Man sieht sich bei Kreuzer als Partner des Kunden, denn man will für diese das beste Ergebnis erarbeiten. Schließlich muss der Kunde den größten Nutzen aus der ganzen Beratung ziehen, betont GF Richard Kreuzer.

Die Dauer des Beratungsprozesses hängt von der Komplexität der Anforderungen beim Kunden ab. Einfache Schleifprozesse sind rasch optimiert. Komplexe Anforderungen wie neue Materialien, ein bestimmter Materialmix, mit dem der Kunde noch wenig Erfahrung hat, welche Schleifmittel zu diesem Material passen, bedürfen aufwändigeren Abstimmungsmaßnahmen. Oft ergeben sich dann Hürden, mit denen der Kunde nicht gerechnet hat, die Kreuzer aber zu lösen versteht.

Schleifen Sie selbst, Frau Forster?

Das bringt uns zur nächsten Frage, die uns Elke Forster mit Freude beantwortet. Sie ist zutiefst davon überzeugt, dass man das Gerät auch selbst anfassen muss, um zu verstehen, wie es funktioniert. Läuft ein Exzenter beispielsweise “geschmeidig in der Hand”, wirkt sich das auf das Endresultat des Schleifprozesses aus.

Elke Forster, Geschäftsführerin der Kreuzer GmbH

Elke Forster führt nicht nur die Geschäfte im gemeinsamen Unternehmen mit Richard Kreuzer. Sie schleift auch für ihr Leben gern. Foto: Kreuzer GmbH

Läuft der Exzenter aber widerspenstig, tut das weder der Person gut, die damit schleift, noch dem Material. Heftiges Drücken des Schleifwerkzeugs macht nicht nur die Scheibe, das Schleifmittel kaputt. Auch das Material leidet unter dieser falschen Handhabung, und der Mensch, der dadurch unnatürlichen körperlichen Belastungen ausgesetzt ist.

Den Exzenter lass ich mit zwei Fingern laufen. Ja, ich schleife mit Leidenschaft und muss das alles auch ausprobieren!

GF Elke Forster
  • Wir lernen daraus: Schleifen benötigt Zeit. “Material abzutragen ist ein spanender Vorgang” erzählt uns die umtriebige Firmenchefin.
  • Schleifen ist ein Prozess und muss von Anfang bis Ende im Idealfall auf das zu erzielende Endprodukt hin abgestimmt werden.
  • Schleifen ist beinahe eine Wissenschaft, die schöne Oberflächen schafft.

Zusammenfassung Schleifmittel

Schleifmittel und Schleifprozess sind untrennbar miteinander verbunden. Diejenigen, die Oberflächen schleifen, machen Dinge schön. Damit ist diese Arbeit eine sehr wertvolle Tätigkeit fürs Unternehmen und das Endprodukt.

Die Kreuzer GmbH rät ihren Kunden, sie so früh wie möglich mit ins Boot zu holen. Man berät unabhängig bezüglich der Hersteller von Schleifmitteln, weil man den gesamten Prozess im Fokus hat. Oder mit den Worten der beiden Inhaber, Forster und Kreuzer, zu sprechen:

Unsere Kunden fühlen sich bei uns gut aufgehoben und können sicher sein, dass sie das beste Produkt von uns bekommen.

GF Elke Forster und GF Richard Kreuzer

Wer mit der Firmenchefin selbst in die Welt des Schleifens eintauchen möchte, kann dies bei Schleif-Workshops tun. Aber diese Geschichte erzählen wir Ihnen beim nächsten Mal.

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