G-639B1Q5MJY Industriedesign für Investitionsgüter - Expertenkreis Schleiftechnik

Industriedesign für Investitionsgüter

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Industriedesign für Investitionsgüter

Das Innenleben einer Maschine nach außen sichtbar und zugänglich zu machen, strebt Schinko für sein Industriedesign an. Das oberösterreichische Unternehmen entwirft nicht nur Gehäuse für Maschinen. Auch eine optimale Arbeitsplatzergonomie gehört als Designkriterium zur Gehäusetechnik. So liefert man individuelle Lösungen mit hohem Wiedererkennungswert.

Industriedesign – ein stimmiges Ganzes

Geht es ums Design, lautet der Anspruch zu Beginn eines jeden Projektes: “Es soll hochqualitativ ausschauen”. Für die Schinko GmbH steckt mehr hinter einer schönen Optik. Industriedesign ist für das oberösterreichische Unternehmen aus Neumarkt im Mühlkreis auch eine Frage von Ergonomie, Funktionalität, Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Funktionen verbessern

Es geht beim Design von Investitionsgütern um die Verbesserung ihrer Handhabung, die Optimierung ihrer Qualität und Funktion. Und es geht um das Verstehen des Produkts, wie es der Kunde einsetzt und wie der Mensch mit diesem arbeitet. Industrie- oder Produktdesign spiegelt nicht nur die Marke des Kunden, es muss auch die Benutzung des Produkts verbessern oder sicherer machen.

Mit dieser Herangehensweise ist es Schinko möglich, innere und äußere Anforderungen eines Gehäuses optimal aufeinander abzustimmen und die Einhausung für den Einsatz beim Kunden zu optimieren.

Industriedesign baut auf Dialogphase auf

Zu Beginn einer Zusammenarbeit mit dem oberösterreichischen Spezialisten für Gehäusetechnik steht eine Vielzahl an Fragen. Diese mit dem Kunden zu beantworten, ist das Ziel einer solchen Dialogphase. So sind in weiterer Folge individuelle Lösungen mit hohem Wiedererkennungswert für den Kunden möglich. Und durch diesen Dialog kann der Designer bereits einen ersten optimalen Aufbau des zu designenden Gehäuses ableiten.

Schinko versucht mit umfassenden Fragen die besonderen Anforderungen des Kunden an die Oberfläche zu bringen, sie bewusst zu machen.

Kurze Time-to-Market

Die Designer denken von Beginn des Gehäuseprojekts schon an dessen Aufbau beim Kunden. Ist der Montageprozess genau bekannt, um so bedarfsbezogener fällt das Design aus. Das Gehäuse wird simultan entworfen, optimiert und gebaut.

Schinko garantiert mit dieser Vorgehensweise eine wirtschaftliche Fertigung, bei der sich die Time-to-Market deutlich reduziert. Der Kunde spürt diesen Mehrwert im Geldbörserl und auch am Faktor Zeit.

Um einen solch hohen Qualitätsanspruch ans Design zu garantieren, arbeitet Schinko nur mit profilierten Industriedesignern zusammen.

Kostengünstig konstruieren

Diesen hohen Anspruch an kurze Konstruktionszeiten, gepaart mit der Anforderung, die Funktion der Maschine durch intelligentes Industriedesign auf höchstes Maß hin zu optimieren, verfolgt Schinko bei jedem einzelnen Kundenprojekt.

So wird nichts eingebaut, was nichts bringt, lautet das Motto des Gehäusetechnik-Spezialisten. Schinko liefert keinerlei Fertigprodukte und damit bedarfsgerechtes, einzigartiges Design.


Industriedesign oder Produktdesign – Es handelt sich dabei um eine Dienstleistung, die sich mit dem Entwurf serieller oder industrieller Produkte befasst. Industriedesign findet auf zwei Arbeitsbereichen statt: für Konsumgüter und für Investitionsgüter (Produktionsmaschinen, elektronische Geräte, medizintechnische Geräte, ...).

Unter dem Arbeitsgebiet "Produktdesign" versteht man einen arbeitsteiligen Prozess zwischen Designer und interdisziplinärem Team. Schinko versteht Industriedesign als Vermittlungsleistung zwischen Designer und Kunde.

Um kostengünstige Lösungen bereitzustellen, arbeitet man mit anpassungsfähigen Standardprodukten. Deren Einsatz passt der Designer an die Kundenanforderungen an.

Ein solches Vorgehen erfordert höchste Fachkenntnis über den Einsatz und den Prozess der eingehausten Maschinen, als auch über die Eigenschaften der Gehäusematerialien.

Form folgt der Funktion

Die eigentliche Funktion und die Handhabung der Maschine bestimmen wesentlich das Design des Gehäuses. Es gilt nicht nur Sicherheitsfragen zu berücksichtigen, auch der Mensch, der mit der Maschine arbeitet, gibt die Designkriterien vor. Die Form folgt damit der Funktion. Und die Funktion wird wesentlich von ergonomischen Anforderungen des Arbeitsplatzes bestimmt.

Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung

Dieses Verständnis von Produktdesign bedeutet für den Gehäuse- und Verkleidungstechnikbauer, mit dem Design der Gehäuse auch der geforderten Ergonomie zu entsprechen. Bediengehäuse, Bedienterminals, mobile Wartungsgeräte, Leitststellen oder Steuerstände sind der Arbeitsplatz des Kunden. Auf diesem sind Mitarbeiter im Einsatz, die ermüdungsfrei arbeiten wollen.


Designprozess – Zu Beginn des Designprozesses steht die Zielsetzung oder die Aufgabenstellung durch den Kunden. Für diese Zielsetzung wird ein Konzept erarbeitet und im nächsten Schritt als Modellentwurf angefertigt. Modelle können maßstabsgetreu oder virtuell angefertigt werden. Der Industriedesigner begleitet zudem die Produktion der Produkte, vom ersten Entwurf bis zu ihrer Serienherstellung. 

Auf die Idee, sich in Sachen Arbeitsplatzergonomie beratend einzubringen, kamen bei Schinko eigentlich die eigenen Kunden, berichtet Geschäftsführer Gerhard Lengauer. Ihre Fragen im Rahmen der Gehäuseplanung machten auf die Rahmenbedingungen am zukünftigen Standort der Maschine aufmerksam. Auch hat jedes Unternehmen ergonomische und sicherheitstechnische Auflagen zu erfüllen. Schinko griff dieses komplexe Thema auf, und entwickelt seither besonders ergonomische und benutzerfreundliche Designs.

Beispiele für ergonomische Lösungen

Ergonomie bedeutet die Anpassung des Arbeitsplatzes an den Menschen. So unterscheidet man zwischen physischer und kognitiver Ergonomie. Physische, greifbare Eigenschaften sind der Mensch, die Maschine und die Umgebung. Die kognitiven Eigenschaften beziehen sich auf die geistigen Prozesse, die Wahrnehmung, die Arbeitsinhalte.

Ticketautomat der ÖBB Industriedesign von Schinko

Überall, wo Menschen Technologien bedienen, setzt das Industrie- bzw. Produktdesign an. Dann gilt es Fragen der leichten Bedienbarkeit zu lösen. Diese Ticketautomaten wurden von Schinko designt und umgesetzt. Foto: Schinko GmbH

Das Arbeitsumfeld wird auf den Bedarf und die Bedürfnisse der Nutzer hin ausgelegt. An diesem Punkt befindet sich die Schnittstelle zwischen Industriedesign und Ergonomie. Der designtechnische Anspruch an höchste Funktionalität soll gleichzeitig ein schonendes Arbeiten mit der Maschine ermöglichen. Die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Menschen bleibt erhalten.

Um diesen theoretischen Anforderungen an die Ergonomie gerecht zu werden, sitzt der Designer von Beginn an mit am Planungstisch und bringt seine Prozesserfahrung ein.

Farbe wirkt

Besonders ermüdend wirkt der Blick durch einen gelb gestrichenen Zaun oder ein Gitter. Das Seh- und Unterscheidungsvermögen nimmt ab. Die Konzentration lässt nach. Um diesen ergonomischen Mangel zu beheben, greift der Designer in die Trickkiste. Das Gitter erhält eine andere, Augen schonendere Farbe.

Ändert man die Farbe des Gitters, verändern sich die Arbeitsbedingungen und man stärkt mit dieser kleinen Detailänderung auch die Konzentrationsfähigkeit des Mitarbeiters.

Werkstatt-Arbeitsplatz des ÖAMTC mit Gehäusedesign von Schinko

Farbe wirkt. Deswegen bezieht die Firma Schinko neben ergonomischen Kriterien auch das Markendesign ihrer Kunden ins Gehäusedesign ein. So werden wiedererkennbare Markenwerte geschaffen. Das Bild zeigt einen Werkstatt-Arbeitsplatz des ÖAMTC; den Artikel dazu können Sie hier nachlesen. Foto: Schinko GmbH

Eingeschränkter Bewegungsradius

Die Handhabung von Maschinen oder Maschinenteilen erfolgt meist routinemäßig einseitig. Ergonomische Elemente erleichtern diesen Bewegungsablauf. Ein solcher Fall liegt bei Türen vor, die an geraden Fronten von Maschinengehäusen montiert sind. Um notwendige Arbeiten im Innern der Maschine auszuführen, werden diese Türen regelmäßig bewegt.

Erfahrene Produktdesigner wissen, die Füße eines erwachsenen Menschen stehen 15 Zentimeter vom Körper ab. Stellt sich der Mitarbeiter vor ein Gehäuse, um eine Tür an gerader Front zu öffnen, stoßen dessen Füße laufend am Gehäuse unten an.

Um das unangenehme Anstoßen der Füße zu verhindern, baut man geneigte Fronten. Deren Basis wird um diese 15 Zentimeter nach innen versetzt. So kann der Mitarbeiter die Tür bequem öffnen, ohne mit den Füßen am Gehäuse anzukommen.

Heben und Schieben von Bauteilen

Ein anderes Beispiel für ergonomisches Design betrifft das Heben oder Schieben eines Bauteiles. Ergonomisches Design soll helfen, die einseitige körperliche Belastung zu vermeiden.

Schweres Heben oder Schieben belastet Nacken, Schultern und die Halswirbelsäule. Diese Belastung tritt beim Öffnen schwerer Türen oder Verschlussteile auf.

Schinko löst dieses Problem durch den Einbau von leichten Serviceklappen aus Alu, was den Servicetechnikern die Arbeit erleichtert. Die Türen lassen sich leichtgängig öffnen und schließen. Belastungen werden minimiert.

Belastungsfreies Stehen

Wer im stehen arbeitet, braucht ergonomisch anpassbare Bedienelemente. Schinko baut für solche Zwecke Bedienkonsolen mit Schwenkarmen. Damit lassen sich die Bedienfelder für den Mitarbeiter passend positionieren.

schwenkbarer Bedienterminal von Schinko

Mit schwenkbaren Bedienterminals lässt sich die Arbeitshöhe für den Mitarbeiter anpassen. Egal ob im Stehen oder im Sitzen, das Bedienterminal befindet sich in ergonomisch günstigster Höhe. Foto: Schinko GmbH.

Selbst die Positionierung von Schaltern an einem Gehäuse oder einem Schaltschrank muss vom Industriedesigner berücksichtigen werden. Der Arbeitsprozess gibt vor, wo sich die Schalter befinden müssen.

Alle diese Erfahrungswerte in Ergonomie und Design stammen aus den Projektgesprächen mit Kunden. Sie brachten uns auf die Idee, Anforderungen an die Ergonomie von Beginn an mit einzubinden.

GF DI Gerhard Lengauer

Ergonomisch verpacken

Auch die Verpackung von Gehäusen kann unter ergonomischen Gesichtspunkten gedacht und umgesetzt werden. Mit der Zeit wurden nämlich die Gehäuse und Verpackungen von Schinko immer größer. Das Unternehmen musste eine Entscheidung treffen. Entweder 100 Teile einzeln verpacken, oder das Gehäuse fix und fertig zusammengebaut liefern.

“Man muss sich das wie Lego vorstellen. Wir liefern “Lego-Bausteine” mit Anleitung zum Zusammenbau.”, sagt Lengauer. Die Bauteile der Gehäuse kommen, in sinnvoller Reihenfolge verpackt, für den schnellen Einbau vor Ort beim Kunden an.

Von dieser Methode profitiert der Kunde heute doppelt. Keinerlei Teile bleiben beim Zusammenbau übrig, der Kunde behält den Überblick.

Die wiederverwendbare Holzkiste

Die Verpackung des Gehäuses kann auch aus Holz gefertigt sein. Für solche Holzverpackungen entdeckte Schinko einen besonderen Kundenbedarf. Diese wollten die Holzkiste wiederverwenden und andere Dinge mit ihnen transportieren, weil diese Kisten bis zu 500 Kilogramm Last aushalten.

Holzkiste zum Versand von Gehäusetechnik

Die Firma Schinko liefert nach ergonomischen Kriterien die Gehäusetechnik an ihre Kunden. Holzkisten werden so designt, dass nicht nur die Gehäusetechnik im Ganzen verliefert werden kann. Die Kisten lassen sich auch bequem entladen und wieder beladen. Eine Tür als Rampe, mit Keilen versehen, macht das möglich. Foto: Schinko GmbH.

Schinko liefert nicht nur das eigene Gehäuse in so einer Kiste. Man montiert an die Holzkiste eine Tür mit Keilen dran, um sie als Rampe zu verwenden.

Solche Verpackungen erleichtern das Auspacken des gelieferten Gehäuses. Der Kunde bekommt den Bonus, die Kiste weiterverwenden zu können, einfach dazu. Die Rampenkonstruktion macht das möglich.

Zusammenfassung Industriedesign bei Schinko

Jeder Industriedesigner muss Lösungen für besonders heikle Produktbereiche bieten. Kommt ausreichend Erfahrung für den Prozess der einzuhausenden Maschine hinzu, wird das Design individuell aufgewertet. Schinko versteht es, diesen Mehrwert zu erzeugen. Langjährige Erfahrung mit Fertigungsprozessen, Maschinenanforderungen und ergonomischen Kriterien machen ein Gehäuse von Schinko zu einem hochwertigen Produkt, in dem viel Hirnschmalz steckt.

Sie wollen mehr über die Gehäusetechnik und das Industriedesign bei Schinko erfahren? Wenden Sie sich gleich direkt mit einer E-Mail an info@schinko.at

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